Wie funktioniert ein Diodenlaser?
Kurz gesagt: Ein Diodenlaser erzeugt Licht einer festen Wellenlänge, das vom Melanin im Haar absorbiert und in Wärme umgewandelt wird. Die Wärme schädigt die haarbildenden Strukturen, während die umgebende Haut gekühlt und dadurch geschont wird.
Das Prinzip: selektive Photothermolyse
Selektiv heißt, dass die Energie bevorzugt von einer bestimmten Struktur aufgenommen wird – hier vom Melanin im Haarschaft und in der Haarwurzel. Photothermolyse beschreibt die Umwandlung von Licht in Wärme, die genau dort wirkt.
Damit das funktioniert, muss ein Kontrast bestehen: Das Haar muss mehr Energie aufnehmen als die umgebende Haut. Genau dieser Kontrast bestimmt, welche Wellenlänge für welchen Haut- und Haartyp geeignet ist.
Die vier Parameter, die alles bestimmen
Die Wellenlänge legt fest, wie stark das Licht absorbiert wird und wie tief es eindringt. Die Energiedichte (Fluence) bestimmt, wie viel Energie pro Fläche ankommt. Die Pulsdauer entscheidet, wie schnell die Energie eingebracht wird. Die Frequenz gibt an, wie viele Impulse pro Sekunde abgegeben werden.
Diese vier Werte wirken nur im Zusammenspiel: Eine höhere Fluence ohne angepasste Pulsdauer und Kühlung belastet die Hautoberfläche stärker, ohne im Zielgewebe zwingend mehr zu erreichen.
Warum Kühlung dazugehört
Auch die Epidermis enthält Melanin und nimmt daher Energie auf. Ohne Kühlung wäre die tolerierbare Energiedichte deutlich niedriger. Kontakt- oder Luftkühlung senkt die Oberflächentemperatur, sodass im Zielgewebe die nötige Wärme erreicht werden kann.
Entscheidend ist die Kühlleistung im Dauerbetrieb: Sinkt sie nach mehreren Behandlungen ab, müssen Parameter reduziert werden – das verringert die Zahl planbarer Termine pro Tag.
Warum mehrere Sitzungen nötig sind
Haare durchlaufen unterschiedliche Wachstumsphasen. Wirksam behandelbar ist im Wesentlichen die aktive Wachstumsphase, in der die Verbindung zur haarbildenden Struktur besteht. Zu jedem Zeitpunkt befindet sich nur ein Teil der Haare in dieser Phase.
Deshalb sind mehrere Sitzungen im Abstand von Wochen üblich. Die konkrete Anzahl und die Intervalle legt die geschulte Fachkraft anhand von Areal, Haartyp und Verlauf fest.
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Häufige Fragen
Was ist ein Diodenlaser in einem Satz?
Ein Laser, der über Halbleiterdioden Licht einer festen Wellenlänge erzeugt, das vom Melanin im Haar absorbiert und dort in Wärme umgewandelt wird.
Ist ein Diodenlaser dasselbe wie IPL?
Nein. IPL arbeitet mit einem breiten Lichtspektrum aus einer Blitzlampe, ein Diodenlaser mit einer definierten Wellenlänge. Das macht die Energieabgabe gezielter und besser reproduzierbar.
Welche Wellenlänge ist die richtige?
Das hängt vom Haut- und Haartyp ab: 755 nm spricht feines, helles Haar gut an, 808 nm ist der Standard für die meisten Fälle, 1064 nm eignet sich für dunklere Hauttypen und tiefere Follikel.